Wer ich bin – und was mich antreibt.
Meine Geschichte in acht Kapiteln.
- Abschluss
- M.Sc. Wirtschaftsinformatik
- Jahrgang
- 1993
- Zuhause
- Hackenheim bei Bad Kreuznach
- Sprachen
- Deutsch · Englisch
Woher ich komme
Aufgewachsen und heute zu Hause in Hackenheim bei Bad Kreuznach – zwischen Weinbergen und der A61, von wo aus Rhein-Main, Rhein-Neckar, Koblenz und Kaiserslautern alle in Reichweite liegen. Mit 17 saß ich zum ersten Mal in einer Redaktion, und die Lokalsportseite der Rhein-Zeitung hat mich elf Jahre lang nicht mehr losgelassen. Sonntags hieß es Kreisliga und A-Klasse, Text am selben Abend, Montagmorgen in der Zeitung. Wer das elf Jahre macht, neben Schule, Studium und Beruf, lernt zwei Dinge fürs Leben: genau hinschauen und das Wesentliche so aufschreiben, dass es jemand um sieben Uhr beim Frühstück versteht.
Wo ich hingehöre
Überall dort, wo neue Technologie auf einen alten Arbeitsalltag trifft und noch niemand gesagt hat, wie beides zusammenpasst. Zwischen Geschäftsführung und Sachbearbeitung, zwischen IT und Fachbereich, zwischen dem Konzept auf der Folie und dem Montagmorgen im Büro. In der Bank habe ich das zum ersten Mal erlebt: ein neues Dokumentenmanagement, ein Scan-Team, das es vorher nicht gab, und Kolleginnen und Kollegen, die seit zwanzig Jahren mit Papier gearbeitet hatten. Seitdem weiß ich, dass sich Digitalisierung nicht im Projektplan entscheidet, sondern am Schreibtisch nebenan.
Wie ich arbeite
Ich bin jemand, der auf Menschen zugeht. Und ja, ich rede gerne – am liebsten mit allen, die ein Projekt betrifft, vom Entscheider bis zur Sachbearbeitung. Wer nur mit einer Seite spricht, kennt nur die halbe Geschichte. Mein Ablauf im Berufsleben ist immer derselbe: erst zuhören und fragen, dann sortieren, dann eine Struktur auf den Tisch legen, hinter der die Beteiligten stehen können – und dann loslegen. Was ich schlecht vertrage, sind Endlosschleifen ohne Entscheidung.
Was ich mitbringe
Fünf Jahre Forschung an der Universität Koblenz dazu, was Digitalisierung und KI mit Führung und Zusammenarbeit machen – Dissertation eingereicht. 61 Interviews mit Führungskräften und Experten, die mir ehrlich erzählt haben, woran es hakt. Eine Teilprojektleitung mit Zeit, Ressourcen und Budget. Die akademische Leitung eines MBA-Schwerpunkts. Und elf Jahre Sportredaktion, in denen der Text sonntagabends fertig sein musste – egal, was der Tag sonst gebracht hatte.
Wie ich bin
Ich sage, was ich denke – freundlich, aber deutlich. Ich frage lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Ich bin ehrgeizig und ein bisschen perfektionistisch, aber pragmatisch, wenn es ums Ergebnis geht. Humor und Spaß bringe ich mit, auch in die dritte Stunde des Workshops. Ich halte, was ich zusage, und erwarte das auch von anderen. Und ich bin loyal gegenüber meinem Team, auch wenn es unbequem wird.
Was nicht zu mir passt
Folien, die nie jemand umsetzt. Digitalisierung als reines IT-Projekt. Meetings ohne Entscheidung. Führung, die nur aus Kontrolle besteht.
Was Sie von mir haben
Jemanden, der Forschung, Lehre und Praxis zusammenbringt und dabei nicht wie ein Elfenbeinturm klingt. Der Komplexität reduziert, statt sie zu verwalten. Der die Leute mitnimmt, die am Ende mit der Technik arbeiten müssen, denn ohne sie ist das beste System nichts wert. Und der am Ende eines Projekts lieber einen anderen Arbeitsalltag vorweist als eine Abschlusspräsentation.
Was mich auflädt
Guter Kaffee, ehrliches Feedback und Menschen, die etwas verändern wollen. Fußball – im Stadion, vor dem Fernseher und am liebsten bei der Nationalmannschaft, die unter Jürgen Klopp wieder Hoffnung auf Europa- und Weltmeistertitel macht –, beim Laufen und Radfahren durch die Weinberge, im Winter auf Skiern seit dem dritten Lebensjahr und am Herd, Italienisch zuerst. Familie ist nicht verhandelbar. Über alles Weitere geben die sechs Dinge und vier Stationen unten Auskunft – die in keinem Lebenslauf stehen.



